Elvo Dirvall

Elvo Dirvall - Geschichten eines Bekloppten
 

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Elvo Dirvall - Teil2

Ein etwas anderes, weihnachtliches Abenteuer mit Elvo.

Es juckte ihn schon wieder in den Fingern. Dieses Glitzern war aber auch hypnotisierend. Zu allem Überfluss sprachen sie schon wieder zu ihm. Die Gastredner. Er nannte sie so seitdem er, Elvo Dirval sie vor fünf Jahren das erste Mal vernommen hatte. Ein Psychologe hatte ihm klar gemacht, dass diese Stimmen imaginär wären und nach einigen intensiven Sitzungen verschwinden würden. Laut dem Psychologen waren sie auch schon seit 3 Jahren verschwunden. Er hatte sogar ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich höre stimmen und sie mögen dich nicht“ zum Abschluss der Letzten Sitzung bekommen. Wahrscheinlich eine Art Mahnung oder so was. Aber er hatte vor einigen Monaten aufgehört die Medikamente zu nehmen. Die waren einfach nicht mehr cool genug, kosteten zu viel und schmeckten wie gekochte Bananenschalen. Das hatte er nun davon. Er stand alleine auf einem verlassenen, nicht fertig aufgebauten Weihnachtsmarkt, fror, hörte heute schon zum zweiten mal seit Jahren wieder die Gastredner und starrte gierig auf eine gigantische goldene Weihnachtskugel, die an einem mindestens 3 Meter großen Weihnachtsbaum hing. Er wollte schon gehen, die Stimmen ignorieren und die Kugel vergessen, aber einer der Gastredner sagte: “ Ich bin dafür, dass wir abstimmen. Wer ist dafür das wir die Kugel mitnehmen und zu hause im Kamin verbrennen?“. Er vernahm eine Art raunen zwischen den zu groß geratenen Ohren seines zu klein geratenen kahlen Schädels. „Ha damit bist du offiziell überstimmt. 11 gegen einen!!!“ lies sich Redner Nummer 1 vernehmen. „Ja jetzt nimm die blöde Kugel und dann nichts wie weg hier!“ sagte ein andere Stimme. Elvo hatte es bis jetzt vermieden den Gastrednern Namen zu geben. Er glaubte das würde sie zu real machen. Er entschied sich nicht weiter dagegen anzukämpfen, immerhin stand er hier schon eine geschlagene Stunde rum und zuckte immer wieder mit seinen Armen in Richtung der Kugel. Außerdem könnte er ja am nächsten Tag in die nächste Apotheke marschieren und seine Medikamente holen und die Redner wieder in die Hölle verbannen aus der sie gekommen waren.
Er schaute sich hektisch um, ließ seine Arme hervor schnellen und packte die Kugel. Er verstaute sie sorgfältig in Seiner Tasche und rannte wie vom Teufel besessen los. Er hatte plötzlich Angst bekommen. Angst davor, das rachsüchtige Schläger-Weihnachtselfen ihn einholen könnten. Sie würden ihn mit gigantischen Zuckerstangen verprügeln. Bis er aus tiefstem Herzen bereuen würde. Dessen war er sich vollkommen sicher. Vielleicht würden ihm auch ein zwei Wachmänner folgen, aber das war verdammt unwahrscheinlich. Elvo blieb bei seiner Theorie mit den Weihnachtselfen. Also rannte er. Er musste Die Kugel, den einzigen Beweis seiner ungeheuerlichen Tat, verstecken oder wie Redner Nummer eins empfohlen hatte im Kamin verbrennen. Also rannte er und hoffte, dass ihm keiner dieser grausamen Elfen über den weg lief.

Fortsetzung folgt…

1 Kommentar 30.4.09 14:29, kommentieren

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